Meine Geschichte
 
Die Arbeit im Bereich EDV hat mich gelehrt neugierig zu sein, um zu verstehen und Neues hinzuzulernen.

Bei einem Spaziergang entdeckte ich, dass ich nichts weiß, von dem, was tagtäglich um mich herum in der Natur passiert. Pflanzen wachsen, Vögel fliegen und Insekten krabbeln oder fliegen an meiner Nase vorbei, ohne dass ich wusste oder auch noch weiß, was sie tun, woher sie kommen und wohin sie gehen, ja ich wusste noch nicht einmal ihren Namen!

So fing ich zuerst an, die Pflanzen (die laufen nicht weg) näher zu betrachten und merkte sehr schnell, dass es ziemlich viele Familien und Arten einer Familie gibt, die ich nicht im Gedächtnis mit heimbringen konnte, um sie zu bestimmen (Natürlich kaufte ich mir ein Bestimmungsbuch und später noch ein anderes usw.)

Auch das Aufsprechen der Merkmale auf einem Dictaphon brachte mich nicht weiter, da mir immer wieder Merkmale, die zur Bestimmung wichtig waren, entgingen.

So kam ich auf eine Idee - nein, nicht was Sie vielleicht denken. Ich pflückte sie nicht! – oder doch? Im gewisser Weise vielleicht doch. Ich pflückte sie mit dem Fotoapparat. Reine Dokumentationsfotografie, erst mit Nahlinsen, dann mit Zoom- und Makroobjektiven. Mein Blick schärfte sich, meine Erfahrung und mein Wissen wuchsen und bald konnte ich sagen: „Das ist eine Knäuel-Glockenblume, das ist eine Nesselblättrige Glockenblume“ usw.

Ich war erstaunt, wie viel Arten es in unserer Region zu finden gibt, wenn man die Augen aufsperrt und nicht nur spazieren geht, sondern auch „spazieren guckt“. Da sich auf den Fotos auch immer mal wieder Insekten befanden, kaufte ich mir ein Bestimmungsbuch für Insekten und auch speziell eines für Schmetterlinge. Das begann vor 6 Jahren und noch heute gibt es für mich immer wieder Neues zu entdecken.

Die Fotografie ist für mich nun nicht nur mehr Mittel zum Zweck der Bestimmung, sondern zum Ausdruck der Stimmung in der Natur, und häufig gelingt es mir die Schönheit auch eines kleinen „Unkrauts“ wahrzunehmen und im Bild festzuhalten.

Das wiederum brachte mich dazu, schöne Texte (Sprichwörter, Aphorismen oder Zitate) mit den Fotos zu kombinieren und stimmungsvolle Kalender zu gestalten. Eigene Texte wie z. B. Monster und andere Gesellen (den ersten Teil finden Sie auf meiner Homepage) verarbeite ich zu Fotobüchern.

Inzwischen fotografiere ich nicht nur analog sondern auch digital (das eine kann das andere nicht ersetzen!) und bin begeistert, wenn es mir z. B. gelingt ein Minivideo von einem Taubenschwänzchen an einer Blüte aufzunehmen und am PC anzuschauen.

Übrigens, diese ruhigen Aufenthalte in der Natur sind sehr entspannend und können bei jedem Wetter ein Erlebnis sein.
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